ENSHEIM Homepage


Extra-Info: Geschichte der Ensheimer Brennerei


Die Geschichte der Ensheimer Brennerei wird in der Festschrift zum 80jährigen Vereinsjubiläum des Obst- und Gartenbauvereins Ensheim e.V. wie folgt beschrieben:

„Im Anwesen des Mitgliedes Hans Kraff in Ensheim, Kreuzfeldstraße 6, wurde (im Jahr 1950; Anm. PG) (im Gartenhäuschen) der erste Schnaps selbst gebrannt. Die erzielten Erfolge ermunterte die Vorstandsschaft, so daß im Jahre 1951 bereits ein eigenes Brennereigebäude, bestehend aus drei Räumen und einem überdachten Faßschuppen, auf einem von der Gemeinde erworbenen Grundstück an der Heimelstraße errichtet werden konnte. Zwei Räume dienten damals der Brennerei, während der 3. Raum für die Herstellung von Apfelsaft Verwendung fand. (...)

Da die alte Brennerei den Anforderungen nicht mehr gewachsen war, wurde 1958 ein neues Brenngebäude erstellt. Seit 1953 arbeitete man mit einem 250 Liter fassenden Rohbranntgerät sowie einem 125 Liter fassenden Feinbranntgerät. In dieser Zeit schaffte der Verein für ca. 80000 Liter Faßmaterial an.

1974 wurde ein neuer Faßschuppen erstellt, um das vorhandene Faßmaterial schonend zu warten. (...)

1977 wurde ein neues Brennerei-Hochleistungsgerät angeschafft. Zum Feinfiltrieren des Branntweines wurden ein neues Filtergerät ... sowie eine Wasserenthärtungsanlage und ein Kühlagregat in Betrieb genommen.

1982 wurde der Innenraum unserer Brennerei einschließlich dem Lagerraum durch Fliesenlegung auf Fußboden und Wänden sowie durch Erneuerung der gesamten Installation modernisiert. (...) Zur Beheizung des Büros und der Mosterei wird das beim Schnapsbrennen anfallende Kühlwasser unter Benutzung eines Wärmetauschers verwandt. (...)"

Bleibt nur hinzuzufügen, daß der Obst- und Gartenbauverein nicht nur eine moderne, sondern auch eine ökologisch konzipierte Brennereianlage geschaffen hat, deren Erzeugnisse bei den jährlichen Prämierungen zu den Besten des Saarlandes zählten und zählen...

In der Brennerei und Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins waren bis 1985 folgende Mitglieder beschäftigt:

Hermann Adt, Jakob Bickel, Magdalena Brosius, Friedrich Bubel, Friedrich Dissel (Brennereileiter; = mein Onkel), Hermann Dissieux, Hans Fisselbrand, Adolf Fohs, Katharina Freis, Gregor Glass , Oswald Graf, Alfred Hager, Rudolf Hager, Bernhard Hertel, Friedrich Hertel, Heinrich Hertel I., Margaretha Hertel, Baptist Hild, Gustel Kettenbaum, Ludwig Kihm, Josef Kloster, Hans Kraff, Elisabeth Merz, Johann Munz, Hermann Neu, Karl Reinstadler, Karl Schwenk, Johann Spick, Maria Spohn, Hedwig Walter, Irma Walter, Adolf Wilhelm, Klara Winter, Ludwig Wolter, Heinrich Zimmermann


Top | Kleine Brennerkunde | Brennerei-Links | Inhalt


© Paul Glass 1997-2016

Last update: 26.01.2016