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Extra-Info: Beddschìssa (3)


's Beddschìssa|schdäche


Jedes Jahr im Frühjahr, nach Abschluss der Frostperiode, beginnt in Ensheim die Zeit des Beddschìssa-Stechens. Mit dem wichtigsten Arbeitsgerät für diese Prozedur, dem Beddschìssa|mässa, und einer Nilloontuud, also einer Plastiktüte, bewaffnet, begibt sich der Liebhaber des Löwenzahnsalates, der in anderen saarländischen Orten meist als Bettsaicha bezeichnet wird, auf noch nicht bestellte Äcker und Wiesen, um den noch jungen, aufsprießenden Löwenzahn zu stechen, also aus dem Boden auszustechen. Man kann den Löwenzahn stechen, bis die Blüte beginnt; danach wird er immer bitterer.

Der ideale Beddschìssa für Salat - noch nicht gestochen

Am besten sind Äcker, die im Jahr zuvor Wiese waren und im Herbst umgebrochen worden sind: hier braucht man oft gar kein Messer, um an die köstlichen Pflanzen zu kommen, denn sie lugen oft mit der Wurzel aus dem Boden. An ihnen braucht man nur zu ziehen - und schon hält man eine mehr oder minder üppige Löwenzahnpflanze in den Händen. 

Wenn der Löwenzahn so wie auf dem obigen Foto aus dem Boden hervorragt, dann sollte man die Blätter bündeln und dann die ganze Pflanze mit dem Beddschìssa|mässa kreisförmig aus dem Boden herausstechen. Wichtig ist, dass die Pflanze mit der Wurzel aus dem Boden geholt wird und dass man die Pflanze nicht unnötig vasäwweld, also zerschneidet.

Der ideale Beddschìssa für Salat -  gestochen

Wenn man genügend Pflanzen gefunden hat, begibt man sich auf den Heimweg, um die "Beute" möglichst umgehend für einen herrlichen Salat herzurichten. 


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Last Update: 20.04.2001


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