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2.5.5 Das Protestantische Vikariat in Ensheim


Nach der Wiederherstellung des Katholizismus in Ensheim blieb die katholische Religion die beherrschende Glaubensrichtung in Ensheim bis heute.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind vereinzelt Protestanten nach Ensheim zugewandert. Diese gehörten wie die Eschringer Protestanten nach altem Herkommen zu Bischmisheim und dessen Filiale Fechingen, wurden aber 1822 mit St. Ingbert, Ommersheim, Oberwürzbach und Heckendalheim nach Kirkel-Neuhäusel eingepfarrt.

Diese Einpfarrung brachte für die Ensheimer Protestanten große Nachteile mit sich, vor allem eine überaus lange Anreise. Aber erst 30 Jahre später, 1852, wurde ein eigenes Vikariat in St. Ingbert errichtet, dem dann auch Ensheim, Eschringen und Ommersheim zugeordnet wurden.

1865 schließlich wurde auch den Ensheimer und Eschringer Protestanten die Einrichtung eines Vikariates in Aussicht gestellt. 1869 war es dann soweit: der erste Vikar Friedrich Hermann Jung trat sein geistliches Amt in Ensheim an, wo er zunächst nur einen kleinen Betsaal zur Verfügung hatte.

Zum Vikariat Ensheim gehörten damals Ensheim, Eschringen, Ommersheim, Heckendalheim, Bebelsheim, Bliesmengen-Bolchen, Ormesheim, Wittersheim und Oberwürzbach. Auch eine kleine protestantische Schule wurde 1869 eingerichtet.

1896 wurde ein neuer Glockenturm an das Bethaus angebaut, doch stürzte der Turm kurz nach der Fertigstellung ein.

Die Evangelische Kirche nach dem Einsturz

In den Jahren danach wurde der Turm neu aufgebaut, der Betsaal erweitert und um einen Schulsaal sowie eine Wohnung für den Glöckner ergänzt. Im Jahre 1967 wurde die Protestantische Kirche von Grund auf saniert.

Damals wie heute betreut das Vikariat Ensheim eine große Diasporagemeinde.


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