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6. Von der Schnupftabaksdose zur Stahlrohrproduktion

Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es nur eine Frage der Zeit, bis neue Marktsegmente hinzukamen: Haushaltsgegenstände wie Servierbretter, Tabletts, Kästchen, Bilderrahmen und elektrische Gerätschaften.

Die großangelegte Expansion trug reiche Früchte: Bereits im Jahre 1860 waren Absatzmärkte auf allen Kontinenten erschlossen. Zum 50. Firmenjubiläum 1889 beschäftigten die Gebr. Adt weit über 2500 Arbeitnehmer, die über 6 Millionen Artikel pro Jahr absetzen konnten. Adt bot im Jahr 1889 in seinen Katalogen 10000 (!) verschiedene Artikel feil und war damit damals in Sachen Angebot einzigartig auf der Welt. So heißt es zum Beispiel in einem Artikel von Jürgen Boldorf über diese Angebotsfülle:

"Die berühmte Tabaksdose ... erschien in den Katalogen an guter Stelle - unter 1100 weiteren Modellen aus Papiermaché, Horn oder Schildpatt. Der Raucher fand für sich 370 Artikel, der Schüler konnte unter 180 verschiedenen Federkästen wählen. Für die Haushälterin gab es 300 Teller- und Untertassenmuster, 290 Toilettenartikel, 650 für die Tafel, 540 Haushaltsgegenstände. Für die Wohnungsausstattung bot der Katalog 270 Artikel, wie Tiertische und Kommoden."

Seit Ende 1996 gibt es im Historischen Museum Saar eine umfangreiche Sammlung von Produkten aus Pappmaché aus der Adt'schen Fabrikation , insgesamt rund 200 Exponate, zu sehen.

(Karte zur wirtschaftlichen Entwicklung Ensheims im Jahre 1874, 151,7 KB)

In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette nochmals erweitert:

 

ball.gif (3556 Byte) Dosenindustrie (Fortsetzung):  Anfänge | Herstellung | Absatzkrise | Aufschwung | Expansion | Das langsame Sterben


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