
|
Ensemma Schbrìch
Informationen zum Ensemma Pladd |

Kap. 3 Hinweise zu den Schreibkonventionen
Für dieses Buch habe ich folgende eindeutige Schreibkonventionen
übernommen, die möglichst konsequent durchgehalten werden sollen. Da sich einige
phonetische Zeichen nicht in HTML darstellen lassen, biete ich hier die entsprechenden
Informationen als komprimiertes Word-Dokument zum Download an:
konvent.zip (9,3 KB)
Bei der Darstellung lehne ich mich in großen Teilen an die bewährten
Konventionen von Manfred Vogelgesang an.
- Folgende Schriftzeichen werden in diesem Buch verwendet:
A |
a |
|
|
ð Abbe|deeg; aam|seelich |
Ä |
ä |
|
|
ð Äägel; ääglich |
B |
b |
|
|
ð Bohne|schdòng; brùche |
D |
d |
|
|
ð Dill|dabbes; dabba; Wuddse; jeddse |
E |
e |
|
|
ð Elwe|drìddsch; eruss|lùùe |
F |
f |
|
|
ð Fochdela; fònge |
G |
g |
|
|
ð Groschel|schmeer; gìwwe|gäwwich; Gegwellde |
H |
h |
|
|
ð Horn|bouse; halwa|ziLLich |
I |
i |
Ì |
ì |
ð Iese|sää; innònna; Ìnn|laaLung; ìnn|laaLe |
J |
j |
|
|
ð Joggel; juggse |
K |
k |
|
|
ð Graa|gnebbche; kòllarre |
L |
l |
|
|
ð LaaLe; luschdich |
M |
m |
|
|
ð Mairoon|grùmbìere; maschiene gehn |
N |
n |
|
|
ð Naachd|ässe; naggich |
O |
o |
Ò |
ò |
ð Obba|kärb|che; owwe|nùff; Òònschiss; òòwe(n)ds |
P |
p |
|
|
ð Poschde|jäächa; piffe |
R |
r |
|
|
ð Raasch; rouLich |
S |
s |
|
|
ð Sùmbe; sùnne |
T |
t |
|
|
ð Tuud; täbbarre |
U |
u |
Ù |
ù |
ð Uss|redd; uss|schälle; Ùhre|schbichel; ùùn|ääns |
V |
v |
|
|
ð Vòrr|wìdds; va|gnuuse |
W |
w |
|
|
ð Wudds; wää(e) |
Z |
z |
|
|
ð Zùùch; Zichäina; ab|zìehe |
- Mundartliche Redensarten, Redewendungen und Einzelwörter werden halbfett und kursiv
hervorgehoben.
- Mundartliche Beispielsätze werden von einem Pfeil [ð ]
eingeleitet kursiv dargestellt, z. B.: "Ward nùrre! Glich grìsche die
Fleh gefòng!"
- Schriftsprachlicher Text wird in Normalschrift dargestellt.
- Die für die Aussprache unverzichtbaren Fälle einer Worttrennung werden durch einen
senkrechten Strich [ | ] gekennzeichnet, z. B.: Raaschee|kobb
- Die Tilde[ ~ ] steht bei der Auslassung von Teilen einer Wendung oder eines Wortes, etwa
beim Plural, z. B.: Muur|wolleffs|hùffe;~|hiffe
- Kann bei einem Wort ein Buchstabe gesprochen oder weggelassen werden, wird dies durch
eine Klammer kenntlich gemacht, z. B. Blibb wie de bìsch(d)!; Lùù(e)mòòl!;
Sisch(d)e!
- Wenn drei oder mehr gleiche Buchstaben oder drei Vokale unmittelbar aufeinander folgen
würden, steht ein Apostroph [ ], z. B.: eruss|leee
- Im Wort und im Auslaut übernehme ich für den Buchstaben "z" die lautgerechte
Schreibweise "ds", z. B.: Klùdds|kobb; Wudds. Im Anlaut und nach
Präfixen bleibt dagegen die Schreibung als z erhalten - aus optischen Gründen: Zìchel|hìdd;
va|zichde; halwa|ziLLich
- Kurze Vokale werden in der Regel einfach geschrieben, wobei ihnen in der Regel zwei oder
mehr Konsonanten folgen, z. B.: Wesch|kìch; va|wille. Sie werden immer dann
verdoppelt, wenn ein nichtmundartlicher Leser durch die Sprechlänge der schriftdeutschen
Form verunsichert werden könnte, z.B. dass <das>; wass <was>; zùmm
<zum> u.ä..
- Das unbetonte "e" wird als |\ | gesprochen und
taucht in den Vorsilben be und ge auf, z. B.: be|kebbe; Ge|hääschda|ches
mache, sowie in Wörtern wie elään, eruss, eninn u. ä. m.
- Das Phonem |\ | kann entfallen, wenn es sich zwischen einem
Stammkonsonanten und einem ebenfalls zum Stamm gehörenden |l|, |n| oder |r| gehört, z.
B. e ùff(e)ni Dìer; bìch(e)le.
- Lange Vokale werden in Anlehnung an die schriftdeutsche Form entweder doppelt oder mit
einem "h" geschrieben, z. B.: Gummi|bood; Bohne| grìdd|che; Truur|wääd.
Ausnahme: Der Vokal "i" wird je nach Fall als ie, ieh, ìe, ìeh
oder ìh geschrieben, z. B.: vìel; Fígg|miehl; schbìele.
- Die unbetonten Vokale /a:/, /i:/, /o:/ und /u:/ werden am Wortende nur einfach
geschrieben, z. B. Riddo /rido:/.
- Der Großbuchstabe L weist auf einen noch vorhandenen Lambdazismus hin, z. B. WäLLa
<Wetter> oder JuLLe <Juden>.
- Für Wörter, die ohne Sprechpause miteinander verbunden werden, gilt die
Zusammenschreibung, z. B. hònnich <habe ich> .
Vogelgesang hat in einer aufwendigen Phonemanalyse das Phoneminventar
der Mundart von Bliesmengen-Bolchen ermittelt, die, wie weiter an anderer Stelle erwähnt,
große Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit dem Ensemma Pladd aufweist. Aus
Platzgründen wird hier auf eine solche Phonemanalyse verzichtet. Interessenten darf ich
aber auf die gelungene und aussagekräftige Vogelsangsche Darstellung
verweisen.
Copyright: Paul Glass 2000-2001