Der Wald hatte im 17. und 18. Jahrhundert mehrere Funktionen, die in der Regel zielgruppenabhängig waren:
Für die Bauern hatte der Wald folgende Funktionen:
1. der Wald als Holzlieferant:
2. der Wald zur landwirtschaftlichen Nutzung:
3. der Wald als "eiserne Reserve" für Notfälle
Für die Waldgewerbetreibenden war der Wald nicht minder wichtig, denn er sorgte fast ausschließlich für ihr Einkommen. Hier kann man folgende Berufsgruppen unterscheiden:
Außerdem werden Eichenlohe und Harz produziert. Diese Waldgewerbetreibenden lebten übrigens meist im Wald, zum Beispiel am Wohnplatz Triangel oder Kleiner oder Großer Stiefel.
Für die adligen Waldbesitzer war der Wald aus diesen Gründen wichtig:
Durch das starke Bevölkerungswachstum in der Grafschaft Saarbrücken im 18. Jahrhundert war auch der Holzbedarf entsprechend stark gestiegen. So hat sich zwischen 1701 und 1766 die Bevölkerung von ca. 8.400 auf 26.160 Einwohner verdreifacht, was parallel auch für den Holzverbrauch galt: Anstieg von 11.200 fm auf 34.800 fm. Weil der Wald nur ausgeplündert wurde, aber praktisch keine Rekultivierungsmaßnahmen vorgenommen wurden, waren die gräflichen Wälder gegen Ende des 18. Jh. in einem trostlosen Zustand.
LIT: Uwe Eduard Schmidt. Der Holländerholzhandel auf der Saar. Ein Beitrag zur Wirtschafts-, Sozial-, Umwelt- und Forstgeschichte. In: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend, Band XLVI (1998), S. 67 - 98
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Last update: 26.01.2016