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Extra-Info: Die expansionistische Außenpolitik Frankreichs unter Louis XIV. (1)


Der Krieg gegen die Spanischen Niederlande (1667 - 1668)

Um seine Machtansprüche zu rechtfertigen und durchzusetzen, ging Ludwig XIV. meist nach dem gleichen Strickmuster vor: er legte irgendeinen fragwürdigen Rechtstitel vor und versuchte so, zunächst auf "friedlichem" Wege eine Einigung zu erzielen. In diesem Fall leitete er bereits 1660 aus seiner Ehe mit der spanischen Prinzessin Maria Theresia einen Erbanspruch auf Spanien ab. Nach früher geltendem aber jetzt veraltetem Recht forderte er von seinem Schwiegervater, dem spanischen König, die Spanischen Niederlande (= das heutige Belgien) als Mitgift seiner Frau. Als ihm diese Forderung nicht erfüllt wurde, ließ er ohne Kriegserklärung Truppen in die Niederlande einmarschieren. Daraufhin schlossen sich England, Holland und Schweden gegen Frankreich zusammen, um zu verhindern, daß sich die Franzosen an der Kanalküste festsetzen.

Im Frieden von Aachen (1668), zu dem ihn die Triple-Allianz zwang, mußte sich Ludwig XIV. mit dem Gewinn einiger flandrischer Städte (Lille, Dünkirchen) begnügen; sein eigentliches Kriegsziel erreichte er jedoch nicht!


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