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2.9 Ensheimer Topographie


Mark- und Grenzsteine auf dem alten Ensheimer Bann


Die Mark- und Grenzsteinforschung ist ein besonders interessantes Kapitel der Ortsgeschichte. Die Marksteine sind Zeichen und Zeugen einer vergangenen Epoche und geben Auskunft über den früheren Verlauf bzw. über die Weiterentwicklung des Banns. Insofern sind sie auch eine wichtiger Teil der Siedlungsgeschichte eines Ortes.

Oft wurde der Verlauf einer Mark zunächst durch Grenzzeichen gekennzeichnet, die natürlichen Ursprungs waren, wie Bäume, Bäche, Wege oder auffällige Felsformationen. Es gab auch Holzpfähle als Grenzzeichen, die allerdings den Nachteil hatten, irgendwann wegzufaulen und damit vielleicht verloren zu gehen. Nach und nach wurde eigens behauene Steine als Grenzzeichen aufgestellt. Sie hatten den Vorteil, im allgemeinen witterungsbeständig zu sein; dieser Tatsache stand aber der Nachteil gegenüber, dass man Grenzsteine heimlich versetzen oder gar entfernen konnte, um sich dadurch territoriale Vorteile zu sichern. Dieser Umstand erklärt im übrigen, warum Grenzsteinversetzungen in früherer Zeit mit schweren Strafen geahndet wurden.

Die Mark- und Grenzsteinforschung in Ensheim steckt zur Zeit noch in den Kinderschuhen. Zwar gibt es seit einigen Jahren die Grenzstäner, einen Verein, der die Erforschung und Dokumentation der Grenzsteine auf dem Ensheimer Bann auf seine Fahnen geschrieben hat, doch haben die aktiven Mitglieder dieses Vereins bisher erst einen Grenzstein sichten und sichern können, der im Jahre 1905 an der früheren bayerisch-preußischen Grenze gesetzt wurde. Bisher fällt dieser Verein eher durch Bayerntümelei auf denn durch konkrete Forschungsarbeit - aber vielleicht ändert sich das ja noch, denn immerhin zählen die Gränzstäner bald 100(!) Mitglieder.

Grundlagen für die Grenzsteinforschung in Ensheim sind u.a.:

Die Unterlagen sind zu sichten. Danach muss eine sorgfältige Begehung und Inaugenscheinnahme des früheren Banns erfolgen, um eventuell noch vorhandene alte Marksteine zu sichern. Noch erhalten gebliebene natürliche Grenzzeichen wie auffällige Felsformationen oder alte Bäume sind ebenfalls zu erfassen und dokumentieren.

Übersicht über die bisher dokumentierten Grenzzeichen auf dem früheren Ensheimer Bann


Lit. Wolfgang Krämer: Geschichte der Stadt St. Ingbert. Band I. ND der 2. Auflage. St. Ingbert 1989, S. 59f


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© Paul Glass 1997 - 2001 ff

Last update: 04.09.2001