1)
Tektonik, von griech.: zum Bau gehörig. Lehre vom Bau der Erdkruste, den
Bewegungsvorgängen und den diese verursachenden Kräften.
2)
Mergel ist ein Gestein, bei dem Kalk und Ton in bestimmten Mischungsverhältnissen
vorliegt.
3)
Erosion, von dem lat. erodere: ausnagen. Wir unterscheiden a) fluviatile
(Fluss-) Erosion, b) glaziale (Gletscher-)Erosion, c) marine (Meeres-)Erosion
und äolische (Wind-)Erosion.
4)
Anstehendes: Gesteinsuntergrund in weitgehend ursprünglicher
Beschaffenheit, der einer Beobachtung unmittelbar zugänglich ist bzw. leicht
zugänglich gemacht werden kann.
5)
Sedimentation, von lat. sedimentum: Senkung, Bodensatz. Die Ablagerung der
durch die Kräfte der Abtragung gelieferten Substanzen, die zur Bildung der
Sediment- oder Absatzgesteine führt, zuzüglich abgestorbener organischer oder
durch Mitwirkung von Organismen ausgeschiedener Substanzen. Während der
Sedimentation findet oft ein Wechsel der Absatzbedingungen statt, so dass eine
Schichtung erzeugt wird. Die daraus entstandenen Gesteine werden als
Schichtgesteine bezeichnet.
6)
Im fließenden Süßwasser abgelagert.
7)
Konglomerat, von lat. conglomerare: zusammenhäufen. Grobes Sedimentgestein, das
aus abgerundeten Gesteinstrümmern (Geröllen), die durch ein kalkiges,
sandiges, kieseliges, toniges oder eisenhaltiges Bindemittel miteinander
verkittet sind. Im Gegensatz dazu hat eine Brekzie vorwiegend eckige
Komponenten.
8)
Fanglomerate, von engl. fan: Fächer. Fächerhaft ausgedehnte Schuttströme mit
eckigen Geröllen, entstanden durch starke Ruckregen.
9)
Fossilien sind Überreste von Lebewesen der geologischen Vergangenheit
10)
Stratigraphie, von lat. stratus: Schicht. Teilgebiet der Geologie, befasst
sich mit der Aufeinanderfolge der Schichten, ihrem Gesteins- und Fossilinhalt.
Das stratig. Grundgesetz (STENO, 1669) besagt, dass bei ungestörter Lagerung
die tieferliegenden Schichten stets älter sind als die höherliegenden. Damit
ist die Möglichkeit der Untergliederung der Erdgeschichte gegeben.
11)
Schrägschichtung, nicht horizontale (schräge) Schichtung, die z. B. in fließenden
Gewässerung an der Leeseite von Hindernissen (Schotterbänken usw.) oder in
bewegter Luft (Leeseite von Dünen) in den sich ablagernden Sedimentmassen
ausgebildet wird. Wechseln die Schüttungsrichtungen und damit auch die Richtung
des Einfallens der Schichten, entsteht Kreuzschichtung.
12)
Pseudomorphose, griech. pseudos: Züge, morphe: Gestalt. Mineralumbildung, bei
der die äußere Kristallform erhalten blieb, die ursprüngliche Substanz aber
aufgelöst und durch eine andere Substanz verdrängt wurde. Die Neubildung
besitzt dann eine fremde Kristallform.
13)
Petrographie, Gesteinskunde, Wissenschaftszweig, der sich mit der
Zusammensetzung der Gesteine, ihres Vorkommens und ihrer Bildung und Umbildung
beschäftigt.
14)
Brachiopoden, griech. brachion: Arm, podes: Füße. Muschelartige,
schalentragende Tiere.
15)
Trochiten, griech. trochos: Rad. Versteinerte Stielglieder von Seelilien. Im
Volksmund auch als "Peters- oder Bonifaziuspfennige" bekannt.
16)
Steinkern, der erhärtete innere Ausguss der Schalen, Klappen, Gehäuse von
Organismen. Hierbei zeichnen sich die Oberflächenformen der Innenseite solcher
Schalen auf dem Steinkern ab.
17)
Oolith: Durch Verkittung von konzentrischen bis schaligen oder radialfaserigen Kügelchen
(Ooide) entstandenes Gestein. Entsteht meist in der Brandungszone durch
Ablagerung von gelösten Stoffen an Kristallisationskerne.
18)
Verwerfung, Bruch, Sprung, Störung. Verschiebung zweier Gesteinsschollen längs
eines Bruches.
Copyright: Dr. Hans-Peter Konzan, Dipl.Geologe, Landesamt für Umweltschutz, Saarbrücken April 2000
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