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Ensemma Schbrìch Einführung in das Thema Redensarten |
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Redensarten und Sprüche sind multifunktional und können zu vielerlei Zwecken sprachlich eingesetzt werden. Die nachfolgende Übersicht erhebt wie das ganze Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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zur Verdeutlichung
einer Aussage („Hugg dich emòòl
graad hìen. Du huggsch dòò wie e Aff ùff(e)m Schliff|schdään!“ -
Setz’ dich aufrecht hin. Du sitzt völlig krumm da.)
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zum Ausdruck
einer Kritik („Däär sidd ùnn härrd
nìdd ùnn gedd känna Häärd nòh!“ - Der folgt überhaupt nicht!)
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zur Beschreibung
des Wetters und anderer Naturerscheinungen („’S
dudd Hei|gawwele rääne!“ - Es regnet in Strömen.)
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zum Ausdruck
eines Gemütszustandes („Ich kìnnd
graad de Geise|gich-darre grìen!“ - Ich könnte vor Wut platzen.)
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zur Beschimpfung
(„Du bìschòò noch se bleed fa e Loch in de Schnee se brùnse!“
- Du bist so dumm - dümmer geht’s nimmer!)
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zum Ausdruck
einer Übertreibung („Hònn ich e
Kohl|dòmb! Ich kìnnd graad e Zändna Bròòd|grùmbìere wòmsche, meddeme Länn|che
Salaad ùnnera Baad|bidd voll Pudding!“ - Ich habe einen Riesenhunger!)
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zur Beschreibung
konditionaler Zusammenhänge („Wänn
de Hùnd nìdd geschess hädd, häLLa de Haas grìdd!“)
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zur Erinnerung,
etwa an bestimmte bäuerliche Ereignisse oder wieder-kehrende Termine („Maria Lichdmäss, bäi Daa se Naachd gäss!“)
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zum Ausdruck
eines Fluchs („Oh, kìss mich doch
òm Bùggel!“ - Ach, rutsch’ mir doch den Buckel runter!)
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zur Unterhaltung
(„Wänn dassäll e Schnäbbsje dringgd, va|drääd’s ìmma die Au’e
wie e Kùh, wònn’s dimmeld!“ - Wenn diese Frau einen Schnaps trinkt,
verdreht sie furchtbar die Augen.)
Copyright: Paul Glass 2000