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Ensemma Schbrìch

Redensarten, Ausdrücke und Sprüche

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28.  Natur, Landwirtschaft & Garten

Die Natur war und ist der eigentliche Lebensraum der Menschen. Bei unseren Vorfahren waren mit dem Begriff Natur vor allem Landwirtschaft und Gartenbau verbunden. Die Landwirtschaft spielt heute in Ensheim nur noch eine minimale Rolle, dennoch haben sich noch viele Redensarten erhalten, die sich darauf beziehen. Einen Garten haben dagegen noch viele Ensheimer, so dass sich auch für diesen Bezug viele Ausdrücke erhalten haben.

Kommen wir zunächst zu den Ausdrücken, die sich auf die Land- und Forstwirtschaft beziehen:

·      ‘s Laab|rächd hònn (w.: das Laubrecht haben; i.ü.S.: Zugriff haben auf etw.; die meisten Rechte haben; ein Anrecht haben auf etw.)  ð „Bäi uns im Egge hònn ich’s Laab|rächd! (Bei uns im Viertel habe ich die meisten Rechte; ich kann tun und lassen, was ich möchte!)[1]

·      driesch läie; bròòch ~ (brach liegen)[2]

·      ins Schdìgg gehn (w.: ins Stück gehen; i.ü.S.: zur Arbeit auf den Acker gehen)

·      e Schdigg hònn (i.ü.S.: einen Acker, ein Feld haben) ðMìer ware frìeha gùdd dròòn; vùnn da Mòmme sinna Sidd hòmma wivvel Schdìgga gehaad, awwa minn jingschda BruuLa hadd alles fùrd|geschaffd!“ (Wir waren früher durchaus vermögend; meine Mutter hatte etliche Grundstücke in die Ehe gebracht, aber mein jüngster Bruder hat alles verjubelt!)

·      e scheenes Raaschee|schdìgg hònn (i.ü.S.: ein prächtig gedeihendes Runkelrübenfeld besitzen)

·      e Grumbìer|schdìgg hònn (i.ü.S.: einen Kartoffelacker haben)

·      Grùmbìere schdegge gehn (Saatkartoffeln in die Saatlöcher ausbringen)[3]

·      die Grùmbìere hiffele (gehn) (i.ü.S.: die Kartoffeln anhäufeln)

·      Grùmbìere ùss|mache gehn (i.ü.S.: die Kartoffeln ernten)

·      „Leed ma die Grumbìer im Aprìl, kimmd se, wònn se wìll! Leed ma se im Mai, kimmd se glei!“ (Legt man die Kartoffel im April, kommt sie, wann sie will. Legt man sie im Mai, kommt sie glei<ch>!)[4]

·       ‘s Grumbìer|grùdd va|bränne (i.ü.S.: das Kartoffelkraut verbrennen)[5]

·      „Die dìmmschde Buure grìnn ìmma die dìggschde Grùmbìere!“ (w.: Die dümmsten Bauern ernten immer die dicksten Kartoffeln.)[6]

·      e winda|hällicha Egge sìnn (ein Ort sein, wo keine Sonne hingelangt) ðÒn dämm winda|hälliche Egge dirfena awwa känn Grùmbìere blònse; die briche e Hùffe Sùnn!“ (An diesem schattigen Platz dürft ihr aber keine Kartoffeln pflanzen, weil die viel Sonne brauchen.)

·      hei’e gehn (die Heuernte machen)

·      Hei mache gehn (die Heuernte machen)

·      zùmm Hei|mache gehn (bei der Heuernte mitmachen)

·      ‘s Hei wänne gehn (das Heu wenden, damit es ganz durchtrocknet)

·      Schòòre mache (das Heu so zusammenrechen, dass es in mehreren parallel verlaufenden Reihen liegt) ð „Ha! ‘S Hei ìsch furds|trùgge, ma kìnnd schùnn Schòòre mache!“ (Das Heu ist derart trocken; wir könnten es in langen Reihen zusammenrechen.)

·      ‘s Hei erinn|hòlle (das Heu ernten und nach Hause schaffen)

·      die Birde ùff de Hei|wòòn wärfe (i.ü.S.: die zusammengepressten Strohballen auf den Heuwagen werfen)

·      's Grùmmedd erìnnhòlle (i.ü.S.: das Heu in die Scheune bringen)[7]

·      die Fruchd abmache (i.ü.S.: das Getreide ernten)

·      die Fruchd erinn|dùùn (i.ü.S.: Weizen, Roggen oder Hafer ernten und in die Vorratskeller bringen)

·      ‘s FùùLa ìnn|dùùn (das <Vieh>Futter einbringen)

·      maschiene gehn (i.ü.S.: das Getreide maschinell dreschen lassen)

·      sich e noua Bulldog kaafe (sich einen neuen Traktor kaufen)[8]

·      ìnn|gedòòn wärre (geerntet werden) ð „Wònneh wärden de Hawwa ìnn|gedòòn?“ (Wann wird der Hafer geerntet?)

·      `s FùùLa durchs Raaf|loch ìnn|schdegge (durch das Futterloch füttern) ð „Jòò, frìeha ìsch ìmma noch durchs Raaf|loch ìnn|geschdeggd wòòr, awwa häidse|daa hònn se schùnn wiLLa ònnache (ònnarre) MooLe òòn sich!“ (Früher wurde das Vieh immer durch das Futterloch gefüttert, aber heute haben die Bauern wieder eine andere Mode <Methode> übernommen.)

·      die Säns dängele (die Sense <durch Hammerschläge> schärfen)

·      de Wedds|schdään in de Gùmbe lee'e (i.ü.S.: den Wetzstein <für die Sense> in den metallenen Aufbewahrungsbehälter legen)[9]

·      de Mìschd schbrääle (i.ü.S.: den Mist aufs Feld verbringen)

·      die Kìeh ùff de Ormesbärch triewe (w.: die Kühe auf den Ormesberg treiben)

·      's Pärrd meLLa Gääschel schlòòn (w.: das Pferd mit der Peitsche schlagen)[10]

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Auch die Nebenerwerbs- und Kleinlandwirte bzw. Kleintierzüchter haben im Ensemma Pladd ihre Spuren hinterlassen:

·      Grìenes fa die Haase hòlle (i.ü.S.: Grünfutter für die Kaninchen besorgen)

·      die Grùmbìer|scheele de Haase gänn (i.ü.S.: die Kartoffelschalen den Kaninchen als Futter geben)[11]

·      Duuwe hònn (w.: Tauben haben; i.ü.S.: Tauben züchten)

·      de Haas zumm Ròmmla bringe (die Häsin zum Rammler zum Decken bringen)[12]

·      e Hinggel gellse (i.ü.S.: ein Huhn schlachten, indem man ihm mit einem Beil den Kopf abhackt)

·      e Wudds; e Haas; e Duub; e Diebche schlachde (ein Schwein; Kaninchen; eine Taube; ein Täubchen schlachten)

Auch für die Aktivitäten der Ensheimer Heimgärtner gibt es eine Reihe von Ausdrücken und Redensarten:

·      im Dääl|che (òn da Schess|hegg; in de Hùmmaschgärde) e Gaade hònn (im Tälchen / bei der Schößhecke / in den Hummersgärten einen Garten besitzen / bepflanzen)

·      e Lännche Òndiewich plònse (ein ganzes Beet Endivie pflanzen)

·      scheene Kebb|cha hònn (w.: schöne Köpfchen haben; i.ü.S.: große Salatköpfe ernten können)

·      scheene Mies|ehrcha hònn (i.ü.S.: qualitativ guten Feldsalat haben)

·      ùffgehn wie e Hòòr eme Hùnd (w.: aufgehen wie ein Haar einem Hund; i.ü.S.: gut aufgehen: gemeint ist die Saat)  ðOu, de Kobb|salaad|sòòme ìsch ùffgòng wie e Hòòr eme Hùnd!“ (Oh, die Kopfsalatsaat ist aber prima aufgegangen.)

·      „De gònse Kobb|salaad ìschùnn geschòss!“ (i.ü.S.: Der gesamte Kopfsalat hat schon begonnen, auszusamen.)

·      Beddschìssa schdäche gehn ð "Mariche, warsche schùnn im Gaade?" - "Ei jòò, ich hònn schùnn so e Schìssel Beddschìssa geschdoch!"

·      e gùlles Beddschìssa|messa hònn (w.: ein gutes Messer zum Löwenzahn-stechen haben)[13]

·      „Geh mòòl in de Gaade ùnn hòll ma e Schdrissje Peedaling!“ (Begib dich bitte in den Garten und besorge mir ein Sträußchen Petersilie!)[14]

·      „Die Bohne mìsse die Glogge liLLe härre!“ (w.: Die Bohnen müssen die Glocken läuten hören. I.ü.S.: Man darf die Bohnen bei der Aussaat nur mit ganz wenig Erde abdecken, damit sie schnell und sicher auskeimen können.)

·      Ärbse plìgge (i.ü.S.: Erbsen enthülsen; die Erbsenschoten aufbrechen und die Erbsen herausnehmen)[15]

·      e Tròòd Ärbse|hegge (i.ü.S.: ein Bündel Reisig für die Erbsen)

·      Ärbse|hegge hòlle (i.ü.S.: Reisig besorgen, an dem später die Erbsenpflanzen hochwachsen sollen)

·      „Geh dabba òn de Tischel!“ (w.: Begib dich schnell an die Deichsel!)

·      ziLLich sìnn (w.: zeitig sein; i.ü.S.: reif sein)

·      noch nìdd gòns ziLLich sìnn (i.ü.S.: noch nicht ganz reif sein) ðBlibbma vùnn de Suur|kirsche fùrd, die sìnn noch nìdd gòns ziLLich, dòò grische grusslich Buchweh, awwa fròò nìdd wie!“ (Bleib’ mir von den Sauerkirschen weg, die sind noch nicht ganz reif. Wenn du davon isst, bekommst du starke Bauchschmerzen, und wie!)

·      ìwwa|zillich sìnn (überreif sein) ðSchbäädschens mòrje mussich die Ärd-beere abmache, die sìnn ìwwa|zillich!“ (Spätestens morgen muss ich die Erdbeeren pflücken; sie sind überreif!)

·      Triewel|cha; Gròschele;[16] Mirabälle; Paschdoore|bìere, Gweddsche, Suur|kirsche, Reinklodde[17], Gùmmarre abmache (Johannisbeeren; Stachelbeeren; Mirabellen; Vereinsdechantsbirnen, Zwetschgen, Sauerkirschen, Renekloden, Gurken pflücken; ernten)

·      Himbeere, Ärdbeere, Triewel|cha bräche (gehn) (Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren pflücken)

·      Nìss raffe gehn (i.ü.S.: Nüsse aufsammeln gehen)

·      Ässkeschde raffe gehn (i.ü.S.: Esskastanien aufsammeln gehen)

·      Bìere ìnn|koche (Birnen einwecken)

·      Gìmma|cha innmache (kleine Gewürzgurken einwecken)

·      Roodriewe innmache (Rote Bete einwecken)

·      Gweddsche|schmeer koche (Zwetschgenmarmelade kochen)

·      wie gebrìed sìnn; wie gebrìed dòò|läie (w.: wie gebrüht daliegen; i.ü.S.: welk sein) - Man gebraucht diese Ausdrücke, wenn Pflanzen nach einem starken Nachtfrost erfroren sind und wie welk aussehen.

·      „Wònn’s Mariche nìdd jeeLe Daa im Gaade grääbele kònn, grìdd’s grad die Flämm!“ (Wenn Maria nicht jeden Tag ein bisschen im Garten arbeiten kann, wird sie gleich depressiv.)

·      ‘s Ùùn|grùdd häggele (die Wildkräuter durch Harken entfernen)

·      ‘s Ùùn|grùdd ùss|ròbbe (ròbbe) (w.: das Unkraut ausreißen; i.ü.S.: die Wildkräuter entfernen)

·      e Bòòm ùm|mache (einen Baum fällen)

·      mìll sìnn; boll sìnn (locker sein: Erde, Boden)  ðAch, ìsch oua BòLLem dòò|henne òm Zwärche|paad so mìll! Dòò gähng ich jedds ‘s liebschd e Schdurme grääbele!“ (Ach, habt ihr in dem Beet dahinten am Querpfad eine lockere Erde! Dort würde ich am liebsten ein bisschen mit einer kleinen Harke arbeiten.)

·      die Hegge schniLLe (die Hecken schneiden)

·      e Flämm|che; e Flägga|che; e Fier|che mache (ein offenes Feuer machen)

·      's Flämm|che ussbrùnse (das offene Feuer löschen, indem man darüber pinkelt)[18]

·      die Hegge va|bränne (den Heckenschnitt verbrennen)

·      äbbes ins Rauchhissje hängge (etwas <z. B. Schinken> in die Räucherkammer hängen)

·      die Schbräns hòlle (i.ü.S.: die Gießkanne holen)

·      die Blùmme schbränse (i.ü.S.: die Blumen gießen)[19]

·      Mies hònn (Mäuse haben, z. B. im Garten oder im Haus) ðHònna aa Mies im Gaade?“ – „Nee, unsa KaaLa haddse all gefòng!“

·      de Bònn ablaafe (w.: den Bann ablaufen; i.ü.S.: 1. an der Grundstücksgrenze entlanglaufen, um diese zu kontrollieren; 2. den Vegetationsvorgang auf dem ganzen Grundstück kontrollieren)

·      „E Gaade solld jeeLe Daa sinn Härr sìehn!“ (w.: Ein Garten sollte jeden Tag seinen Herrn sehen! I.ü.S.: Ein Gartenbesitzer sollte sich täglich um seinen Garten kümmern.)

·      „Dass ìsch e guLLi Poss|gweddsch!“ (Das ist eine gute Zwetschge, die man zum Veredeln anderer Zwetschgenbäume nehmen kann.)

·      e Gweddsche|bäämche posse (ein Zwetschgenbäumchen veredeln)

·      e Schdurdse ussmache (einen Baum- oder Heckenstumpf ausgraben)

·      e Kuddsch bossele (ein Frühbeet basteln)

·      e Schobb boue (einen Schuppen bauen)[20]

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Weitere Ausdrücke zum Thema:

·      widde|wòòn ùff|schdehn (weit offenstehen; z. B. die Scheune) ð „Ìhr kìnne kùmme, die Schier schdedd widde|wòòn ùff!“

·      widde|wòòn ùff|schdehn wie e Schiere|dòòr (w.: weit offenstehen wie ein Scheunentor; i.ü.S.: sperrangelweit offenstehen)

·      „Hònn ìhr dehämm Sägg òn de Dìere?“ (w.: Habt ihr zu Hause Säcke an den Türen? I.ü.S.: Lässt du zu Hause auch die Türe immer auf?)[21]

·      ùffem Längges hùgge (auf der hinteren Sitzstange des Fuhrwerkes sitzen)

·      de Luune eruss mache (den Befestigungskeil für das Rädel entfernen)

·      „Die Näss|chedd vadirbd so vìel wie die Häär|chedd!“ (I.ü.S.: Eine große Nässe ist genauso schlecht wie eine große Trockenheit.)

·      ‘s Pärrd òm Zòòm haLLe (das Pferd am Zaum halten)

·      Pärrds|gnòddele raffe (gehn) (Pferdeäpfel sammeln)[22] ðOu, häid mòrje häLLich kìnne Pärrds|gnòddele raffe! Vòòr Sebbs Härmònn hadd’s gònse Troddwaa vollgelää! Awwa wie ich häid mìddaa hìen sìnn, ware se nìmmeh dòò!“ (Oh, heute morgen hätte ich Pferdeäpfel sammeln können. Vor dem Anwesen von Hermann Hartz lagen ganz viele davon auf dem Bürgersteig. Aber als ich sie heute nachmittag holen wollte, waren sie nicht mehr da.)

·      „Nää, dòò gähng ich jòò lìewa Pärrds|gnòddele raffe!“ (Nein, da würde ich ja lieber Pferdeäpfel aufsammeln gehen!)[23]

·      e Pääd|che trìbbele (einen Pfad zwischen den einzelnen Beeten anlegen)

·      wiwwele ùnn wawwele (i.ü.S.: völlig in Bewegung sein) ð „Hasches gesìehn? In dämm Äämeddse|hùffe dùdd’s wiwwele ùnn wawwele!“ (Hast du gesehen, welch ein Treiben dort im Ameisenhaufen ist?)

·       „Wänn die Muurwelleff im Märds schdooße, wärd's nochemool kald!“ (Wenn die Maulwürfe bereits im März Maulwurfshaufen anlegen, dann wird es nocheinmal kalt!) [24]



Anmerkungen

[1] Das Laubrecht war vom ausgehenden Mittelalter bis in die frühe Neuzeit ein wichtiges Recht der Bauern, das diese aber ihren Grundherren oft erst abtrotzen mussten. Sie durften ihr Vieh in die Wälder treiben, damit das Laub als Futter dienen konnte, vor allem für die Schweine.

[2] Der Begriff leitet sich wahrscheinlich vom nordwestdeutschen Driesch <Brachland> ab. Vgl. Seibicke, op. cit., 50.

[3] Das Wort Grùmbìer ist aus dem ursprünglich gebrauchten Begriff Grundbirne entstanden. In anderen Gegenden Deutschlands hießen die gleichen Erdfrüchte Erdäpfel. Vgl. Seibicke, op. cit., 90 f.

[4] Eine alte Bauernregel

[5] Aus dieser herbstlichen Aktion entwickelte sich das Grumbìer|bròòLe. Kleinere Kartoffeln wurden in den zurückbleibenden Glut- und Aschehaufen gelegt und so in der Glut gegart, gebraten. Man aß (und isst) die gegarten Kartoffeln mit der Schale, Käässchmeer, Ziwwele unn inn|geleede Häringe!

[6] Vgl. Duden, op. cit., 86, demzufolge sich diese Redensart als Kommentar anbietet, wenn jemand mühelos und völlig unverdient erfolgreich ist.

[7] Vgl. Seibicke, op. cit., 78. Gemeint ist der zweite Grasschnitt.

[8] Der Begriff leitet sich ab von einer der ersten Traktormarken, made in USA: Bulldog, was auf deutsch etwa heißt: Stierhund.

[9] Das Wort Gùmbe hat seine Wurzeln im niederdt. Kump <Schüssel>. Vgl. Seibicke, op. cit., 141.

[10] Das Wort Gääschel stammt vom oberdeutschen Geißel <Peitsche> ab. Vgl. Seibicke, op. cit., 118.

[11] Das Wort Scheele leitet sich ab vom alem. Schelfe <Schale>. Vgl. Seibicke, op. cit., 132.

[12] Ròmmla leitet sich ab vom alem. Rammler, was eigentlich <Schafbock, Widder> bedeutet. Vgl. Seibicke, op. cit., 132

[13] Ein solches Messer braucht eine möglichst lange und sehr stabile Klinge; außerdem sollte es scharf sein, um die meist etwas harten Löwenzahnwurzeln durchschneiden zu können.

[14] Beim Peedaling stand der alemannische Peterling <Petersilie> Pate. Vgl. Seibicke, op. cit., 118.

[15] Plìgge leitet sich vom hochdt. pflücken ab. Interessanterweise wird das Wort aber nur bei Erbsen und Bohnen verwendet. Beim Pflücken von Himbeeren heißt es bräche, bei Kirschen abmache usw.

[16] Die Wurzel für diese Frucht liegt im frz. groseille <Stachelbeere>.

[17] Der Begriff hat sich aus der frz. Sorte Reine Claude <Königin Claudia> entwickelt. Vgl. Seibicke, op. cit., 120.

[18] Nach alter Sitte muss das Feuer nach dem Grumbìere|bròòLe von den Männern durch Pinkeln gelöscht werden. Erst danach darf man(n) den Heimweg antreten!

[19] Der Begriff schbränse leitet sich ab vom südwestdt. sprenzen <fein regnen>. Vgl. Seibicke, op. cit., 125.

[20] Das Wort Schobb kommt vom alem. Schopf <Schuppen>. Vgl. Seibicke, op. cit., 141.

[21] Vgl. Braun, op. cit., 45.

[22] Früher blieben keine Pferdeäpfel auf der Straße liegen, weil sie als guter und kräftiger Dünger geschätzt wurden. Wie sagte mir eine Zeitzeugin: Ou, de Schollass war imma wieLich, wännich die Pärrds|gnoddele ‘se|erschd geraffd hònn!

[23] Das sagt man, wenn man eine bestimmte Arbeit nicht mag oder ablehnt, z. B. weil sie schlecht bezahlt wird.

[24] Eine alte Bauernregel.

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