Folge 1: Der Lambdazismus

M

 

 

Maala (m) (auch: Maada)

Marder (m)

Ich kìnnd grad uss da Bùggs schbringe: ’s war schùnn willa so e Niggudd vùnn Maala ònn minne Kabele! Schùnn willa alles òòngefräss! Dòò kìnsche doch de Gääße|gichdarre grìen! (Ich könnte vor Wut aus der Hose springen: Schon wieder hat ein Marder die Kabel unter meinem Auto angenagt! Da könntest du doch zuviel kriegen!)

Määla (m) (auch: Määda)

Meter (m)

Wie lòng ìschen oua Grumbier|schdigg in de Hùmmasch|gärde? – Ei, schdìgga siwwedsich Määla! (Wie lang ist denn euer Kartoffelacker in den Hummersgärten? – Ei, ca. 70 m!)

Määla|mòòß (s)

Metermaß (s)

Hasch(d)e e Määla|mòòß dòó, Jule? (Julius, hast du einen Zollstock da?)

Mähle (s) und (s/pl)

Mädchen (s)

Nòhm Grìech sìnn wiffel scheene Mähle uss Ensemm nòh Ameriga ussgewònnadd, wällse dehämm känna grìdd hònn! (Nach dem 2. Weltkrieg sind etliche Ensheimer Mädchen in die USA ausgwandert, weil sie hier keinen Mann gefunden haben.)

Mallarich (m)

dickes Schnittbrett; Bohle; Diele

Ei, Jääb, wass haschen medd dämm Mallarich dòò vòòr?

moolarre (auch: va|moolarre; va|mùùlarre)

modern; verfaulen

Dòò dùdd’s gòns vamooladd schmagge, gäll nää? (Hier riecht es ganz modrig, nicht wahr?)

Moole (f)

Mode; Angewohnheit

Ei, wänn dass so widdschda gedd medd dänne noue Moole, dònn awwa Genaachd Käddche! (Wenn es mit den neuen Angewohnheiten so weitergeht, dann wird es aber bald Probleme geben!)

die Moole hònn

die Angewohnheit haben

Hasches aa schùnn gesìehn? Em Luwwies sinn Ondrees hadd die Moole, de Kibbe se flubbe bis ùff die Gliche! (Hast du es auch schon gesehen? Luises Andreas hat die Angewohnheit, die Zigaretten bis auf die Fingernagelspitzen zu rauchen.)

in Moole sìnn

in Mode sein

Ja, Mariche, so ìsch dass häidsedaa: Ohrringele sinn jeddse aa fa Monnslied in Moole! Awwa minn Madds bruch so gaa nìdd se kùmme! (Tja, Maria, so ist das heutzutage: auch für Männer sind Ohrringe jetzt groß in Mode! Aber mein Mathias braucht mir nicht mit einem Ohrring anzukommen!)

mullarich

vermodert; ungelüftet

Ondoon, mach emòòl ‘s Finschda im Grum-bìer|kella ùff: ’s dùdd so mullarich schmagge! (Anton, öffne bitte das Fenster im Kartoffelkeller; es riecht so modrig!)

Mùùla (f)

Muttergeiß (f)

 

wie Bùgg ùnn Mùùla sìnn

[wie Bock und Muttergeiß sein]; heiß aufeinander sein

Haschem Maada sinn’s ùnnem Anidda sinna im Gässje gesìehn: ei, die sìnn doch wie Bùgg ùnn Mùùla, heieiei, so gìdd’s doch nìggs!

 

 

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Exkurs: Falsche und unklare Lambdazismen im Ensemma Pladd


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Last update: 29.10.2001